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Unser Konzept für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren


Eingewöhnung

Die Eingewöhnung gestaltet sich individuell. Es wird eine Zeitspanne von sieben Werktagen bis maximal fünfzehn Werktagen eingeplant. In den ersten Tagen sollte Ihr Kind eine bekannte Bezugsperson als Begleitung in der Gruppe haben. Diese Bezugsperson soll in dieser Zeit möglichst nicht auf andere Kinder eingehen, damit bei dem eigenen Kind keine Eifersucht entsteht.

Die Begrüßung durch die Erzieherin ist von großer Bedeutung. Hierbei sollte die Aufmerksamkeit immer auf die Begrüßungssituation gerichtet sein. Ihrem Kind wird so der Übergang von der Familie zum Kindergarten erleichtert.

In dieser Zeit wird sich die Erzieherin ganz langsam dem neuen Kind nähern, es aber nicht zu etwas zwingen und sich auch niemals aufdrängen. Diese Annäherung wird im Laufe der Tage immer intensiver stattfinden, bis sich das Kind an die neue Situation gewöhnt hat und sich der Erzieherin anvertraut.

Es wird eine kurzweilige Abwesenheit der Mutter herbeigeführt. Diese Zeitspanne verlängert sich von Tag zu Tag. Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn jedes einzelne Kind den Vormittag in der Gruppe ohne seine Bezugsperson verbringt.

Besonders zu beachten ist auch, dass die Situation der Eltern nachempfunden werden kann. Hierzu findet ein Infoabend statt, damit die Eltern die Gelegenheit bekommen Fragen zu stellen. Im Anschluss oder nach Absprache können sich die Eltern die Gruppe ansehen.
 

Rituale

Rituale haben eine ganz große Bedeutung im Kindergartenalltag. Es ist sehr wichtig, dass in der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich Ihr Kind auf neue Bezugspersonen einstellen kann. Die neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und die Unterstützung durch die Eltern. Ein Zeichen für einen gelungenen Bindungsaufbau ist es, wenn sich auch das traurige und weinende Kind von der Erzieherin trösten lässt. Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl einer Zugehörigkeit z.B. Begrüßungs- und Abschiedsrituale, gruppeninterne Spiel-, Sing- und Gesprächskreise.

In hohem Maße strukturieren auch wiederkehrende Rituale im Jahresverlauf den Alltag der Kinder z.B. Feste im Jahresverlauf (wie Karneval, Ostern, Weihnachten, Geburtstage) oder Turnen, Kochen, Naturtage.
 

Ein möglicher Tagesablauf

Der Gruppenalltag beginnt zwischen 7.00 Uhr und 9.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die Erzieherin der Gruppe. Der Vormittag gestaltet sich dann sehr unterschiedlich, da Ihr Kind eigenständig entscheidet, mit wem oder was es sich beschäftigen möchte.

Verschiedene Angebote sind z.B.

Die Kinder haben bei jedem Wetter die Möglichkeit nach draußen zu gehen, um ihre Erfahrungen auf unserem großzügigem Außengelände zu machen.
An den gruppenübergreifenden Aktivitäten nehmen auch die Kinder der U3 Gruppe teil.

Nach ihren Bedürfnissen entscheiden die Kinder, wann sie frühstücken möchten. Bei der Ernährung werden gesundheitliche Probleme wie z.B. Allergien berücksichtigt.
Es wird Wert auf eine ausgewogene Ernährung gelegt. Dies wird den Kindern durch das gemeinsame Zubereiten von Speisen vermittelt, wie z.B. "Gemeinsames Frühstück". Durch die multikulturelle Zusammensetzung der Gruppe lernen die Kinder die verschiedenen Essgewohnheiten kennen.
Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit Löffel, Gabel und Messer.
Außerdem achten wir auf eine gemütliche Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch, denn das Auge isst mit.

Altersgemäße Angebote wie Fingerspiele, Bilderbücher gucken, gemeinsam mit einem Erwachsenen spielen, bewegen, klettern und andere Dinge ausprobieren, nehmen auch einen Teil des Tages ein.

Bei der Pflege des Kindes steht uns ein geeigneter Raum mit einer Wickelkommode zur Verfügung. Zu den körperlichen Maßnahmen gehört das Waschen von Gesicht und Händen, das Wickeln oder das auf die Toilette setzen.

In dem gesamten Alltag müssen Möglichkeiten für Ruhephasen gegeben sein. Die Kinder brauchen nach einer Zeit der Bewegung und des Spielens Ruhepausen, um wieder neue Kräfte zu sammeln.
Ein separater Raum muss vorhanden sein, damit Ihr Kind sich völlig zurückziehen kann. Dazu haben wir den Nebenraum.

Im Abschlusskreis am Ende des Vormittages werden Kreisspiele, Lieder und andere Angebote gemacht. Bei schönem Wetter beenden wir den Tag mit dem Spiel auf dem Außengelände.

Bildung und Erziehung - Entwicklungsbegleitung

Ihre 2-jährigen Kinder bekommen von uns die Möglichkeit, eine stabile Beziehung zu mindestens einer Erzieherin aufzubauen, da dies für ihre weitere Entwicklung entscheidend ist. Besonders im sozial- emotionalen Bereich wollen wir mit Ihnen gemeinsam sicherstellen, dass Sie und Ihr Kind sich in unserem Familienzentrum wohlfühlen.

Ihre Kinder sollen Stabilität und Sicherheit erfahren, damit sie in der Lage sind, neue Lebensräume zu erobern. Ihr Kind erhält durch uns die Möglichkeit, seine Umgebung und den Tagesablauf kennen zu lernen.
Wir gewähren Ihrem Kind Geborgenheit und Schutz, aber auch die Möglichkeit, zunehmend selbstständig zu werden und sich in kleinen Schritten der Gruppe und den anderen Kindern zu nähern. Jedes Kind sollte sich in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und wertgeschätzt fühlen.

Ihre Kinder haben in diesem Alter einen großen Bewegungsdrang, den wir durch entsprechende Räume (Gruppenraum, Außengelände, Flur) fördern wollen.

Die frühkindliche Erziehung ist in erster Linie Selbstbindung durch das Spiel. Die Kinder entwickeln und konstruieren die Strukturen, mit welchen sie ihre soziale, sachliche und geistige Welt erfassen, aus eigener Erfahrung heraus. Dazu stellt die Erzieherin den pädagogischen Rahmen, indem sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringt und die Kinder unterstützt und begleitet.

Schwerpunkte in der Entwicklungsbegleitung liegen im Bereich der Sinneserfahrung, der motorischen Fähigkeiten und der Sprachentwicklung.

Sozialerziehung

Auf der Basis einer gefestigten und sicheren Beziehung zu uns soll es Ihrem Kind gelingen, schon früh Kontakt zu anderen Kindern aufzunehmen.
Unser Ziel ist es, Ihr Kind dabei sowohl sprachlich als auch vorbildhaft zu begleiten. Es soll Erfahrungen sammeln, die ihm Mut machen zu weiteren Kontakten und Beziehungsversuchen.

Bewegungserziehung

Durch Bewegung soll Ihr Kind lernen, seine Umwelt mit allen Sinnen wahrzunehmen. Seine motorischen Fähigkeiten kann es somit nach und nach ausbauen und dabei ausprobieren, was es sich schon zutrauen kann.
Durch Bewegung lernt es außerdem, sich im Raum zu orientieren, und es lernt sich selbst besser kennen.
Zunehmend wird Ihr Kind sicherer beim Klettern, Springen, Hüpfen, Laufen, usw.

Die Kinder brauchen kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der sich motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. Platz für großräumige Bewegung bieten wir durch:

Sinneswahrnehmung

Ihr Kind hat durch altersgemäße Spielmaterialien und wertfreies Material die Möglichkeit, seine Sinne auszuprobieren und sich seine Umwelt darüber anzueignen. Es lernt somit den Alltag zu bewältigen und sich mit anderen Personen auseinander zu setzen. Dabei entwickelt Ihr Kind sein Selbstwertgefühl und wird in seiner Selbstständigkeit unterstützt.

Die Erzieherin greift die natürliche Entdeckungsfreude und das Interesse der Kinder auf, fördert es und fordert es heraus. Durch experimentieren, beobachten, prüfen und wiederholen sollen die Kinder eigene und miteinander gemachte Erfahrungen und gefundene Lösungen sammeln.


Sprachförderung

Durch Ansprache der Erzieherin und durch Kontakte mit den anderen Kinder aus der Gruppe soll die Freude an der Sprache geweckt werden.
Sprachliche Begleitung von alltäglichen Handlungen im Tagesablauf unserer Gruppe, fordern Ihr Kind auf, sich sprachlich mitteilen zu wollen. Lieder, Reime, Fingerspiele, Bilderbücher und kleinere Geschichten bieten zusätzlich Anreize, sich neue Wörter und Sätze anzueignen.

Wir nehmen uns Zeit, Ihr Kind zu verstehen und beim Erzählen und Zuhören zu unterstützen.

Elternarbeit

Eltern sind uns willkommen! Eltern sind unsere direkten Ansprechpartner, wenn es darum geht, optimale Entwicklungsbedingungen für ihr Kind zu schaffen.

Wichtige Elemente einer gelungenen Elternarbeit sind:

Rolle der Erzieherin

Um die Kinder individuell fördern zu können, bedarf es einer gezielten Beobachtung. Die Erzieherin hat die Aufgabe, durch ihre fachliche und persönliche Kompetenz eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Kinder wohl fühlen und in der sie sich gefahrlos bewegen können. Sie muss eine liebevolle Ansprechpartnerin sein und den Kindern Respekt entgegenbringen, damit sich ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann.

Die Erzieherin muss sich regelmäßig fortbilden.